Plastik

Die Ozeane und Meere sind Lebensraum und Nahrungsgrundlage für Millionen von Tierarten, dienen als Verkehrswege und regulieren maßgeblich das weltweite Klima. Somit sind auch wir Menschen – vielleicht mehr als die meisten denken – auf saubere Meere angewiesen. Die Meere sind jedoch verschiedenen Stressfaktoren wie dem Klimawandel, der Versauerung oder dem Eintrag von zu vielen Nährstoffen, unter anderem aus der Landwirtschaft, ausgesetzt.

Unser Plastikverbrauch steigt stetig

Darüber hinaus wird die Anreicherung von schwer bis nicht abbaubaren Stoffen wie Plastik zu einem zunehmenden Problem. Die Massenproduktion von Plastik begann etwa in den 1950er Jahren und steigerte sich bis heute stetig. Im Jahr 2015 lag die weltweite Produktion von Plastik bei 322 Millionen Tonnen und ist damit in den letzten 10 Jahren um 40 % gestiegen. Plastik wird in verschiedenen Bereichen verwendet, beispielsweise als Verpackungsmaterial, in der Elektronik und im Fahrzeugbau. Selbst in Kosmetikprodukten oder in der Medizin findet Plastik Anwendung. Kurzum, es befindet sich mittlerweile in nahezu allen Bereichen unseres Lebens.

Dieser Plastikmüll gelangt auf vielen verschiedenen Wegen ins Meer, beispielsweise über Schiffe oder von den Menschen am Strand liegengelassener Müll wird durch die Flut ins Meer gespült. So gelangen weltweit jedes Jahr etwa 6 Millionen Tonnen Plastikmüll ins Meer. Es wird geschätzt, dass im Jahr 2050 die Menge an Plastik die Masse an Fischen im Ozean übersteigen wird. Obwohl die Strände der deutschen Ostseeküste regelmäßig gereinigt werden, befinden sich große Mengen an Plastik am Strand. Am Coastal Clean-up Day 2017 in Kiel wurden 723,5 kg Müll an einem Küstenstreifen der Kieler Förde von 18,9 km Länge gesammelt. Gefunden wurden vor allem Zigarettenstummel, gefolgt von kleinen Plastikteilen, Essensverpackungen und Flaschendeckeln.

Plastikmüll schadet den Tieren und den Menschen

Da Plastik extrem langsam abgebaut wird, reichert es sich in der Umwelt immer mehr an. Plastikflaschen brauchen schätzungsweise 450 Jahre bis sie zersetzt sind. Ein verlorenes Fischernetz, welches dazu auch noch „weiter fischen“ kann und somit für viele Tiere eine Gefahr darstellt, benötigt sogar 600 Jahre. In der Nord- und Ostsee konnte das Verschlucken von Plastikteilen durch Seevögel oder Fische nachgewiesen werden. Außerdem haben sich in der Ostsee bereits mehrere Schweinswale, Seehunde oder Kegelrobben in Plastikmüll verfangen. Plastik kann zudem giftige Inhaltsstoffe enthalten, die mit der Zeit austreten können. Diese Gifte können die Tiere nachhaltig schädigen und reichern sich in der Nahrungskette an. Besonders Tiere, die sich auf höheren Ebenen der Nahrungskette befinden, wie z.B. Raubfische oder Seevögel nehmen damit große Mengen an Schadstoffen auf. Somit können der Plastikmüll und die Gifte letztendlich auch auf unserem Teller landen, wenn wir Meeresfrüchte und Fisch essen und letztendlich uns selbst schaden.

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